Guten Abend,

auf unserer Toskana-Tour durfte natürlich eins nicht fehlen: Die Frattoria „La Vialla“ – eine Bio-Farm umgeben von Feldern, hügeligen Wiesen und silbergrauen Olivenhainen, fast ohne Nutztiere. Die Besitzer, die das eigentliche Farmhaus mit ein wenig Land vor ungefähr 30 Jahren in einem erbärmlichen Zustand erworben haben, spielen mit der ganzen Familie zugegebenermaßen ein klein wenig „die heile Welt“ vor, was aber nicht weiter stört.

 

Auf La Vialla kann man ohne weiteres einen ganzen Tag verbringen, ohne dass es dabei langweilig würde: lange Spaziergänge oder Wanderungen kann man unternehmen, an einer Führung durch die Produktionsstätten teilnehmen, essen und trinken und natürlich im Hofladen und im Weinkeller einkaufen.

 

Wir hatten mittags eine leckere Brotzeit, bestehend aus: Dinkeleintopf, Salami, Käse, Salat, drei verschiedenen Sorten Soßen, Ricotta und – wie in der Toskana üblich – ungesalzenem Brot. Als unsere Bedienung Luca den Dinkeleintopf erwähnte, konnte ich einen kleinen Schatten und eine verächtlich hochgezogenen Augenbraue in Uwe’s Gesicht erkennen, jedoch musste ich mich nachher beeilen, überhaupt noch etwas von dem Eintopf abzubekommen 🙂 Er war wirklich sehr, sehr lecker. Es lebe das Vorurteil!

 

Alles ist hier aus kontrolliert biologischem Anbau und einige Produkte haben nun auch das Demeter-Siegel.

Übrigens schmeckt ungesalzenes Brot ganz fürchterlich, man kann sich mit einiger Contenance daran gewöhnen, muss man aber nicht.

Nach einer kleinen Erkundungstour und faulenzen in der Sonne zog es uns dann doch noch in den Hofladen. Am Ende hatten wir so viel eingekauft, dass wir alles mit einem der vorausschauend bereit gestellten Bollerwagen zum Wohnmobil transportieren mussten. Aber Vorsicht: sehr schnell hat man hier die Einhunderteurogrenze erreicht oder sogar ordentlich überschritten.

 

Und danach ging es auch schon gleich weiter: Nach Arezzo sind es von hier aus nur noch schlappe 15 km und die haben wir uns dann auch trotz dem kleinen Wein beim Essen noch zugetraut. Und dann gleich nen Stellplatz gefunden und ab – Sightseeing 🙂

Der Dom von Arezzo ist von außen und von innen gleichermaßen imposant. Den Berg dort hinauf hat man eine Folge von Rolltreppen für die ganz Faulen installiert. Wir haben sie übrigens genutzt 🙂

 

Im Dom hat es mehrere Grabmale. Eines gehört einem Geistlichen namens Sebastiano MAGGI. Uwe, unser „Maggiliebhaber“ par excellence hat da aber mal Augen gemacht und ich hatte was zu lachen 🙂

 

Vom Park oberhalb des Domes geht es dann durch enge Gässchen auf die Piazza Grande, von der manchmal behauptet wird, dass er der schönste Platz in der ganzen Toskana sei. Dies dürfte jedoch unter die Kategorie Geschmacksache fallen, wie so oft. Trotzdem sollte die Schönheit des Platzes nicht in Frage gestellt werden.

Viel mehr gibt es in Arezzo eigentlich gar nicht zu sehen und nach einem kleinen Bummel durch die Hauptgeschäftsstraße ging es dann am späten Abend wieder zurück zum Wohnmobil.

 

Pizzerien sind in Arezzo Fehlanzeige. Überhaupt gibt es im Ortskern nur wenige Restautrants. Leider…

Und im nächsten und letzten Toskana-Beitrag erfahrt Ihr dann etwas über Siena, Volterra und Pisa.

 

Viele Grüße von

Anja & Uwe