So Ihr Lieben,

hier also der zweite Teil unserer Karibik-Reise, wie versprochen.

In zweieinhalb Stunden ging es von Grand Cayman auf die Bahamas. Nach New Providence, der Hauptinsel der ca. 700 Inseln der Bahamas mit der Hauptstadt Nassau. Dort leben 70% der Bahamanesen.

Unser Hotel liegt auf der Touristeninsel „Paradise Island“, die erst seit ca. 20 Jahren für den Tourismus ausgebaut ist. Es ist hier auch alles auf die wohl wichtigsten Besucher der Bahamas, die Amerikaner ausgerichtet, denn diese machen 80% aus.

Aber schaut selbst:

 

Die Anlage ist wirklich sehr sehenswert. Unglaublich im Grunde. Fast eine abgeschlossene Welt in sich. Mehrere Pools und Strände gibt es. Viele Imbissmöglichkeiten. Lauschige Plätze zum Verweilen, Wasserfälle, künstlich angelegte Bäche und viele Skulpturen. Aber auch an jeder Ecke Schilder über zu beachtende Vorsichtsmaßnahmen bei nassem Boden z.B. und am Strand und den Pools ziemlich nervige Bademeister, die einen sofort zurück pfeifen, wenn man sich in deren Augen auch nur annähernd in Gefahr begibt. Und einmal war es so „windig“, dass am Strand sogar die rote Fahne gehisst werden musste!

Im Atlantis gibt des das größte Aquarium der Karibik. Die meisten Fische und Wassertiere haben wohl genügend Platz, denke ich, aber teilweise grenzt die Haltung auch an eine schlimme Tierquälerei, weil eben wohl doch nicht alle Tiere richtig gehalten werden können. Nun ja…es lebe die Belustigung des Menschen.

Alles im Hotel ist – ganz nach Ami-Art – riesengroß. Mit mittelmäßig, oder gar „normal“ gibt sich dort wohl keiner ab 🙂

Und dann war da auch noch eine Riesenspielbank und Uwe ließ es sich nach einem leckeren Abendessen im Restaurant „Olives“ in der Spielbank nicht nehmen, ein wenig an einem der gefühlten hundert Spieltische Black Jack zu zocken. Ich fand’s ganz nett, zumal das ja auch mein erster Besuch in einem richtigen Kasino war und dann noch dazu so ein riesengroßes 🙂

Hier das Allerwichtigste: Rauchen erlaubt! Natürlich nur, damit sie Zocker dafür nicht unnötigerweise nach draußen müssen und dann vielleicht auf andere Ideen kommen.

Gegessen und gezockt wurde selbstverständllich in anderer Kleidung, da abends  😉

In so einer Anlage trifft man wirklich auf alle Schichten: von superreich bis unten. Interessant ist so ein Aufenthalt auf jeden Fall. Zum Beispiel war die Queen auch extra angereist 🙂

 

Auf der Insel gibt es eine alte Klosteranlage. Nachdem man sich diese angesehen hat, ist man auch schon durch mit Sehenswürdigkeiten auf Paradise Island 😉

Diese Anlage gefiel mir am allerbesten von allem, was wir auf den Bahamas gesehen haben. Leider hatten wir ja nicht die Zeit, eine Bootsfahrt zu anderen Inseln und den sicherlich unbestritten tollen Stränden zu unternehmen, die die Bahamas ja auch eigentlich ausmachen.

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Ja, und dann kam der Tag, an dem wir leider sehen mussten, dass die amerikanische Finanzkrise die Bahamas sehr gebeutelt hat. Auch Einheimische bestätigen das. Über eine riesige Brücke ging es von Paradise Island nach Nassau und wo wir da erstmal herauskamen, hat uns wirklich schockiert. Überhaupt die ganze Stadt ist sehr herunter gekommen und der wahrscheinlich ehemalige Glanz ist zum Teil nur noch zu erahnen. Wir waren sehr enttäuscht, zumal unser Reiseführer – von 2015 wohlgemerkt – wohl schon seit einigen Jahren einfach nachgedruckt worden ist, ohne dass sich auch nur ein Mensch einmal die Mühe gemacht hätte, ihn den aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Da ist nämlich die Rede von wunderschön anmutenden, bunten Häusern, von einer prunkvollen Flaniermeile und einem schönen Hafen, wo täglich große Luxusliner fest machen. Und hier die Wirklichkeit:

 

Weiter drinnen gab es dann aber doch noch ein wenig Schöneres zu sehen und ein paar nette Ecken und Läden haben wir dann auch noch gefunden, jedoch ist die Stadt Nassau nun kein Ziel (mehr) , das man jemandem empfehlen würde. Leider…

 

Der weltberühmte „Straw Market“ ist bei einem Besuch in Nassau natürlich ein absolutes Muss:

 

Im Reiseführer war dann auch noch die Rede von dem eindrucksvollen Fort über Stadt, das die Engländer nach ihrer Eroberung einmal angelegt hatten und von dem höchsten Punkt der Stadt, dem Wasserturm neben dem Fort. Vom Dach des Wasserturms sollte man den schönsten Blick über die ganze Stadt haben. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und nachdem uns ein sicherlich selbst ernannter „Führer“ ein wenig etwas über die Stadt und das Fort erzählt hatte (die Menschen müssen hier wirklich erfinderisch sein, um an etwas Geld zu kommen!) , teilte er uns auf Anfrage mit, dass der Wasserturm weiter oben bereits seit zehn Jahren geschlossen sei. Soviel zu der Aktualität eines Reiseführers von 2015!

Dem kleinen Mädchen hatte ich es offenbar angetan, jedenfalls stand es die ganze Zeit, in der sein Vater erzählt hat, an meiner Seite und als ich ihm dann dieses Foto zeigte und ihm erklärte, dass es das Mädchen auf dem Foto selber sei, konnte es das kaum glauben und konnte sich daran gar nicht satt sehen 😉

Alles in allem war es eine schöne Woche auf den Bahamas und wir konnten die Zeit sehr genießen. Vor allem auch, weil wir ja eher die Realität in den bereisten Ländern sehen wollen, denn den Schein. In sofern können wir uns nicht beschweren.

Unseren Abreisetag hat Petrus uns dann auch sehr leicht gemacht, denn bis 14:00 Uhr hat es wie aus Eimern geregnet und auch wenn die Luftfeuchtigkeit auf den Bahamas weit hinter der auf den Cayman Islands bleibt, stieg diese an dem Tag dann doch ziemlich an.

Nach einem 15 Stunden-Flug mit Zwischenstopp in London hatte uns die Heimat wieder und der Trip war einmal mehr eine Bereicherung für uns, die alle Strapazen, die so eine Reise mit sich bringt wieder wett gemacht hat.

Uwe hat auch noch ein kleines Filmchen gedreht. Viel Spaß beim Schauen:

Bis demnächst dann also und alles Liebe,

Anja und Uwe