Hallo liebe BlogleserInnen,

der Baumwipfelpfad bei Neuschönau befindet sich mitten im „Nationalpark Bayerischer Wald“. Grundsätzlich habe ich mir die Anlage viel größer vorgestellt, trotzdem wird dem Besucher für seine 9 Euro Eintritt pro Person einiges geboten. Man darf auch nicht vergessen, dass der Bau und die Unterhaltung so eines Bauwerks wohl auch sehr viel Geld kosten kann.

Hoch oben in den Kronen der Bäume wird man über einen breiten Holzweg an den verschiedensten Aussichtspunkten und Lehrstationen vorbei geführt. Erstes Highlight dabei ist eine neu errichtete Plattform: Die „Waldinsel“.

Manchmal wird er Besucher auf seinem Erkundungsgang auch über spektakuläre Gitterwege in großer Höhe geführt. Nichts für Menschen mit Höhenangst oder für Menschen, denen leicht schwindelig wird. Ich habe natürlich alles „mitgenommen“ …

Zweites Highlight ist der „Baumturm“, ein 44 Meter hoher Aussichtsturm. Bei klarem Wetter hat man von dort oben einen atemberaubenden Blick über den Nationalpark. Übrigens ist der Park auf deutscher Seite nur dreimal so klein, wie der Park auf tschechischer Seite. Dort nennt er sich „Sumava“.

Den Baumturm kann man sich wie einen „Weidendom“ vorstellen, nur viel größer und aus richtigen Balken 😉

Am Ende des Pfades hat man auch noch ein kleines Museum errichtet. Hier erfährt der Besucher viel über den Nationalpark und seine Entstehungsgeschichte. Das Waldleben wird auf Tafeln und in Bildern sehr anschaulich erklärt. Alles in allem ist die Anlage sehr für Familien mit Kindern, auch mit kleinen Kindern, zu empfehlen.

Leider mag ich über die nahen Ortschaften Zwiesel und Regen nicht viel sagen. Es gibt eigentlich auch nichts besonderes zu erwähnen außer, dass es kein einziges Geschäft dort gibt, wo man handwerkliche Glaskunst aus der Gegend kaufen könnte. Das ist unglaublich und ich war wirklich sehr enttäuscht.

Einen kleinen Glasgegenstand haben wir dann aber doch noch gefunden: Das Zunftzeichen der Glasbläser – das Glasbläser-Endloskreuz, wie die nette Dame uns erklärte und das reicht ja eigentlich auch 😉 Das Kreuz hat einen ganz besonderen Platz bei uns zu Hause gefunden.

 

Am nächsten Tag führte uns dann eine Wanderung in der Nähe auf der „Via Nova“ über durchaus interessante und schöne Wanderwege und 8 Kilometer reichen ja nicht aus. Nein, unsereiner muss natürlich noch einen Abzweig nehmen, um am Ende dann 20km auf dem Buckel zu haben 🙂

Die „Bierhütte“, die Uwe noch sehr gerne besuchen wollte – es war ja nur ein Miniumweg (grrrrr….) – entpuppte sich am Ende als stinknormaler Weiler mit 5 Häusern. Hab ich gelacht 🙂 Aber was zu trinken und zu essen gab es trotzdem dort. Was ein Glück, denn so eine Wanderung macht schon ganz schön hungrig und durstig, auch wenn man sein Wasser immer dabei hat.

Bis nach Bierhütte führt der Weg durch Wald, über eine Hängebrücke und über den sogenannten Schwarzen Weg an einem ehemaligen Karbonkraftwerk mitten im Wald (!), das nun aber eine andere Firma beherbergt, vorbei. Man wandert lange an Bächen und Felsen entlang, auch die Steigungen sind leider nicht zu verachten. Immer der Nase nach.

Dann geht es an einem Wasser-Kraftwerk und an einer sehr alten Ruine vorbei bis zum Ausgangspunkt des Wanderweges zurück.

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Schade, dass der Rückweg dann irgendwie auch oft über Asphaltwege und an Straßen entlang führte, das trübt die komplette Wanderung dann immer irgendwie ein wenig, wie wir finden.

Habt ein schönes Wochenende,

Anja & Uwe